Beruflicher Werdegang und Arbeitsmethoden
Didaktische Prinzipien
Kooperationspartner und kommentierte Links
Projekte und Referenzen
Beruflicher Werdegang und Arbeitsmethoden
Meine Aus- und Weiterbildungen und mein Studium habe ich in umgekehrter Chronologie angeordnet. So lesen Sie die jeweils jüngsten Impulse vor den älteren:
Studium der Erziehungswissenschaft mit der o. g. Studienrichtung.
2008 nahm ich am Radiant-Mind-Kurs bei Peter Fenner teil. Radiant Mind ist eine Methode, der es — wie z. B. auch dem Zen — um Gewahrsein und Seinserfahrung, vor aller Konditionierung und Differenzierung geht.
Bei Albrecht Mahr, Gunthard Weber, Jakob Schneider u. a. lernte ich seit Anfang 2000 die Methode zur Aufstellung von Systemen. Nachdem ich bereits 20 Jahre therapeutisch und beratend gearbeitet hatte, waren die folgenden Aspekte und Dynamiken wunderbare und überraschend ergänzende Hilfen:
Seinen Platz im Größeren finden ist das Hauptanliegen der systemisch-phänomenologischen Arbeit. Sie ergänzt damit den gestalttherapeutischen "Weg des Helden".
Die Gestalt-Organisationsberatung konnte ich bei ihrem Begründer Ed Nevis studieren. Hier wird aus der Untersuchung der Arbeits- und Beziehungsprozesse das Material gewonnen, das für eine kreative und aktivierende Beratung gebraucht wird. Neben der Bedeutung von Zielen steht kongenial die Bedeutung von persönlicher und kollektiver Verantwortung für qualitative Prozesse. Aus dem Was, Wie, Wer, Wo, mit Wem und für Wen entstehen die gemeinschaftlich verantworteten und nachhaltig wirksamen Prozesse, die zu einer erfolgreichen Antwort auf die "Erfordernisse der Lage" (Lewin) führen.
Der Berliner Arzt und Psychoanalytiker Dr. med. Fritz Salomon Perls begründete gemeinsam mit seiner Frau, der Psychologin Lore Perls, zunächst im südafrikanischen Exil – und später in den USA, mit einem engen Kollegenkreis die Methode in den 50er Jahren.
Die Beziehung im Hier-und-Jetzt des therapeutischen Settings, das jeweilige Anliegen des Klienten und das kreative Einbeziehen dessen, was sich aus dem Hintergrund der persönlichen Lebensgeschichte zeigt, sind die Wirkfaktoren des therapeutischen Prozesses. „Hintergrund“ bezeichnet das, was außer dem vordergründigen Anliegen auf den Klienten wirkt. Das sind zum einen die Kraft zehrenden neurotischen Lösungen. In der Vergangenheit waren diese Lösungen die bestmöglichen. Daher sind sie enorm stabil, wirken als Gewohnheiten und sind durch den Willen nicht veränderbar. Zum anderen wirken die Kraft gebenden persönlichen Ressourcen, die jeder im Laufe seines Lebens ansammelt. Hierzu gehören Persönlichkeitszüge, kreative Strategien, die Folgen guter Lösungen, die guten Eltern, Geschwister, Partner, befriedigende Arbeitserfahrungen und vieles andere.
In der Gestalttherapie geht es um Ganzheit, um Wachstum und darum, so gut es geht, eine kongruente Persönlichkeit zu sein: Teile des Selbst, das Erleben von Moment zu Moment, die Beziehung von Person zu Person und die Folgerichtigkeit der Lebensgeschichte werden - mosaikartig - zusammengesetzt und wirken belebend, verbindend und heilend. Traditionell gibt es in der Gestalttherapie einen Schwerpunkt auf dem "Weg des Helden", der durch den Einsatz von Entschiedenheit und geschicktem Wirken Gefahren besteht, einengende Grenzen überschreitet und seine persönlichen Möglichkeiten erweitert.
Diesen Schwerpunkt ergänze ich durch systemische Interventionen.
Die Lomi-Arbeit wurde in den frühen 70er Jahren von einer Gruppe um den Psychiater Robert Hall begründet. Es ist eine eklektische Methode, die einige der damals aktuellen Körpertherapien, die Gestalttherapie und die Achtsamkeitsmeditation miteinander verband. Für die "gefühlte Wirklichkeit" - wie sie im Selbstgefühl und in den Stimmungen von Arbeitsgruppen deutlich wird - aufmerksam sein zu können, schützt vor allzu großer Abstraktion und vor zuviel Klugheit. Die körperlich-seelische Selbstwahrnehmung verknüpft Gefühle mit Bedürfnissen, Ideen und mit persönlicher Kompetenz und Verantwortung.
Das MCCP wurde Ende der 60er Jahre an der Universität von Minnesota entwickelt; zunächst, um die Kommunikation in der Partnerschaft zu verbessern. Es was eines der ersten wissenschaftlich validierten Kommunikations-Trainings. In den 70ern wurde es in Deutschland populär und seit den 80er Jahren wird es als Trainingsprogramm für Teams eingesetzt.
Sport und Werken als Unterrichtsfächer
Methodik und Didaktik des Lehrens und Lernens
Lern-, Entwicklungs-, Sozial-, Pädagogische und Humanistische Psychologie
Pädagogische und Philosophische Anthropologie
Didaktische Prinzipien
In meiner Arbeit bevorzuge ich die folgenden Prinzipien und Techniken:
Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühle, Wünsche und Absichten mitteilen und so sich selbst deutlich machen, einander mitteilen und prozessrelevante Informationen gewinnen und austauschen.
Ich gestalte mit einem Teilnehmer vor der Gruppe einen Dialog so, dass sich für ihn und auch für die Anderen das Thema vertieft
Das, was man bei anderen beobachtet, in Worte fassen und zurückmelden intensiviert den Verständigungsprozess und differenziert und stabilisiert die Beziehung der Akteure.
Die systemischen Verbindungen und deren Wirkungen auf ein Thema werden sichtbar und reflektierbar gemacht. Dazu positioniert ein Teilnehmer andere (die "Stellvertreter") entsprechend seiner vorhandenen inneren Bilder, Vorstellungen und Hypothesen. Es entsteht eine "menschliche Skulptur". Durch Einsicht in die Erfahrungen der Stellvertreter, lösende Rituale und Neu-Positionierungen werden stimmigere Verbindungen gefunden, die unterstützend wirken.
Spielendes und antizipatorisches Lernen wie z. B. durch Rollenspiel. — Lernen durch Austausch persönlicher Erfahrungen, wechselseitiges Lernen, Lernen durch strukturierte Gespräche. — Präsentieren von themenspezifischem Wissen.
ermöglicht das Experimentieren mit heiklen Informationen. Man spricht zum leeren Stuhl, auf den man in der Vorstellung einen Gesprächspartner platziert hat. Durch Rollenwechsel entsteht ein - in der Retrospektive immer wieder bestätigter - realistischer und hilfreicher Dialog.
Aufgrund meiner Wahrnehmung schlage ich dem Klienten bestimmte Statements vor, die er zunächst nachspricht. Der Klient spürt während und nach dem Sprechen, ob es sich hierbei um eine wahrheitsgemäße und ergänzende Information handelt, die zunächst im "anderen Ich" verborgen war.
Die Zwei-Minuten-Pause ist ein meditatives Experimentieren mit dem Dasein. Für diese begrenzte Zeit überlässt man sich ohne Einmischung dem Strom der Bewusstseinsinhalte. Diese Nicht-Einmischung — David Bohm nennt sie "In-der-Schwebe-Lassen" — ist zutiefst wohltuend und auch befreiend. Dabei wird das Bewerten der Bewusstseinsinhalte als auch des Selbstbewusstseins unterbrochen. Der Denkprozess pausiert in seinen musterhaften Bemühungen zur Optimierung, die mit Eile und Druckempfinden einhergehen. Das Bewusstsein dehnt sich quasi aus und schließt für kurze Zeit alles Gegebene ein. Dieses (Sich-)Sein-Lassen ist ungezwungen, natürlich und macht durchlässig für die Erfahrung existenzieller Freiheit.
Kooperationspartner und kommentierte Links
Die DVG ist der Dachverband der Gestalttherapeuten und Ausbildungsinstitute in Deutschland. Als Berufsverband ist die DVG in der European Association for Gestalttherapy und der European Association for Psychotherapy organisiert. Auf der Site finden Sie u. a. Literaturhinweise, aktuelle Informationen und eine Therapeutenliste. Ich bin seit 1986 ordentliches Mitglied.
"The EAP represents 128 organisations (24 national umbrella associations, 17 European-wide associations for psychotherapy) from 37 European countries and by that more than 70.000 psychotherapists. - Based on the ‘Strasbourg Declaration on Psychotherapy of 1990’ the EAP represents high training standards for a scientifically based and stands for a free and independent practice of psychotherapy."
Ich bin bei der EAP durch das "European Certificate for Psychotherapy" akkreditiert.
"The European Association for Gestalt Therapy (EAGT) was founded in 1985, with the aim of gathering European individual Gestalttherapists, Training Institutes and National Associations, of promoting Gestalttherapy in Europe, combining and exchanging knowledge and resources, fostering a high professional standard for Gestalttherapy and encouraging research."
Das IGW ist Deutschlands erstes Ausbildungsinstitut für Gestalttherapie und gestalttherapeutische Verfahren. IGW-Ausbildungskandidaten können bei mir ihre Lehrtherapie durchführen.
1978 gründete Mary Anne Kübel das Institut. Es liegt umgeben von Wiesen und Wäldern in einem Naturschutzgebiet in 580 Metern Höhe auf der Tromm im Odenwald. Ich arbeite dort seit 1979. Mittlerweile ist es das größte Institut für Selbsterfahrung und Weiterbildung in den Methoden der humanistischen Psychologie. "Auf der Tromm" gibt es vier Tagungshäuser, eine Meditationshalle und eine Buchhandlung.
ZIST war das erste Institut, das 1972 - nach dem Vorbild seiner großen Schwester in Kalifornien, dem Esalen-Institute - dem Human Potential Movement in Deutschland ein Zuhause gab. ZIST liegt in Oberbayern inmitten eines wunderschönen Naturschutzgebiets mit Badesee in Laufnähe. Ich biete dort "Beziehung, die man tanzen kann" an.
Projekte und Referenzen