Freud wurde einst gefragt, was seiner Meinung nach ein normaler Mensch gut können müßte. Der Frager erwartete vermutlich eine komplizierte, "tiefe" Antwort. Aber Freud soll einfach gesagt haben: "Lieben und Arbeiten". Es lohnt sich, über diese einfache Formel nachzudenken; je mehr man es tut, um so tiefer wird sie. Denn wenn Freud "lieben" sagte, so meinte er damit ebensosehr das Verströmen von Güte wie die geschlechtliche Liebe; und wenn er sagte "Lieben und Arbeiten", so meinte er damit eine Berufstätigkeit, die das Individuum nicht völlig verschlingt und ihm sein Recht und seine Fähigkeit, ein Geschlechtswesen und ein Liebender zu sein, nicht verkümmert. So können wir nichts an dieser Formel verbessern, die zu gleicher Zeit auch eine ärztliche Verordnung für Menschenwürde - und für ein demokratisches Leben ist.
Erik Erikson
Diese Gruppe ist für Teilnehmerinnen und Teilnehmer geeignet, für die "Lieben und Arbeiten" — noch — die zentralen Lebensinhalte sind. Dem entsprechend ist folgendes möglich:
In den Coaching-Prozessen lernen die Teilnehmer den Umgang und den Einsatz von didaktischen Prinzipien, die sich aus der Humanistischen Psychologie, der phänomenologisch-systemischen Therapie und dem meditativen Explorieren herleiten. Besonders die Arbeit an Fällen aus der Berufspraxis trainiert den Umgang und Einsatz von Introspektions-, Kommunikations- und Managementstrategien.
Es handelt sich um eine potenzialorientierte, klärende und belebende Arbeitsgruppe, in der kontemplative, gruppendynamische und Strategien der Gestalt-Selbsterfahrung zum Einsatz kommen.
Im Drei-Wochen-Rhythmus findet eine dreistündige Sitzung mit drei Männern und drei Frauen statt. Paare sind willkommen! Die Teilnehmenden arbeiten für die Dauer eines Jahres zusammen.