Paartherapie & Gruppentherapie

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Beziehung, die man tanzen kann (Bdmtk) ist Paar-Selbsterfahrung durch Bewegung und Spüren und sich Mitteilen. Tango-Basisarbeit, Körper- und Selbstwahrnehmung, achtsame Dialoge und stilles Spüren kommen zum Einsatz. Es entsteht eine Bewusstheit, die erweiternd, verbindend, berührend, erotisch und heilsam ist. Es entsteht Nähe und Intensität, es geschehen aber auch alle Dinge die sonst in der Partnerschaft und im Leben geschehen. So ist die Arbeit ein sehr klarer und schöner Spiegel für Alles. (Lydia Poppe)

Beziehung, die man tanzen kann verbindet alltägliche und außergewöhnliche Erfahrungen durch Begegnungs-, Bewegungs- und Reflexionsrituale. Theoretisch ist Bdmtk in der Tiefenpsychologie, der humanistischen Psychologie und der systemischen Therapie verwurzelt. Praktisch werden inspirierende und beeinträchtige Paardynamiken durch Körperlernen, Kontemplation und Reflexion gestaltet, betrachtet und verändert.

 


Beim Körperlernen geht es um den Zusammenhang zwischen Haltung, Stellung und Bewegung und der damit korrespondierenden Haltung, Einstellung und Bewegtheit im psychologischen Sinn (Helmut Stolze). Dabei spielt der Tango argentino eine zentrale Rolle; ein Tanz, der wie kein anderer affektives und körperliches Lernen anregt, die Bewusstheit intensiviert und das Paar für den jeweils gegebenen Kontakt sensibel macht.

In der Kontemplation geht es um die Wohltat des Geschehenlassens, um Stille und die Übung der Paar-Kontemplation. Mit letzterer verbinden die Partner Gespräch und Beschaulichkeit in einer ritualisierten Begegnung. Carl Rogers beschreibt diese Seins-Möglichkeit so: "I find that when I am closest to my inner, intuitiv self, when I am somehow in touch with the unknown in me ... Then, simply my presence is releasing and helpful to the other".

Einblicke in das Erleben der anderen bereichert die eigene Reflexion, macht auf Möglichkeiten aufmerksam und stimuliert die Erweiterung des "Raums der freien Bewegung" (Kurt Lewin). Beim Bemühen um eine gelingende Partnerschaft fühlt man sich ufgehoben in einer Gruppe Gleichgesinnter. Je tiefer der Austausch wird, umso ähnlicher werden die Herausforderungen.

 

Die Workshops finden in mehrern Bundesländern, in Budapest, Österreich, in der Tokana und in Venedig statt; sie wenden sich an Paare, die sich auf bewegte Art und Weise etwas gutes tun wollen. Das tänzerische Niveau ist das von Nicht-Tänzern und Anfängern. Geübte, die auf die Selbsterfahrung fokussieren, sind herzlich willkommen.

Partnerschaft als Tanz sind einzelne Tage für Paare, die früher mit mir gearbeitet haben oder ihre ersten Tangoschritte anderswo gemeistert haben.

Die Termine finden Sie imKalender.
Veröffentlichungen zur Methode, Rundfunkberichte und Pressemeldungen finden Sie beiMedien

Inhalte, Ziele und Wirkungen

  • Mit ihrem Partner erleben Sie beglückende Bindungserfahrungen in Gesprächen und im Tanz.
  • Sie genießen das aufrechte Stehen und Gehen, die Länge und die Empfindungen ihres Körpers.
  • Sie können sich tänzerisch, verbal und im stillen Miteinander-Sein einfühlsam verhalten.
  • Sie genießen interessante und bereichernde Kontakte miteinander und auch mit anderen Paaren.
  • Im Wochenend-Workshop lernen Sie die Basisbewegungen des Tango argentino als körperliche Vollzüge idealtypischer Begegnungen kennen.
  • Sie lernen die "Meditationen für zwei" kennen: eine ritualisierte Form der Begegnung, die Sie in kurzer Zeit seelsich berührt, herausfordert und miteinander verbindet.
  • Die Musik und die Kontemplation öffnen einen Beziehungsraum, in dem man von überpersönlichen Erfahrungen des Gebunden-, Verbunden- und Aufgehoben-Seins überrascht werden kann.
  • Sie können den Workshop mit Gefühlen der Verbundenheit abschließen und gelöster nach Hause fahren, als sie gekommen sind.

Zu den wissenschaftlich untersuchten Wirkungen von Bdmtk gehört, dass sowohl die Kompetenz zur Individuation als auch die zur Hingabe steigt und das Streitverhalten abnimmt. 18 Paare bewerteten einen Monat nach dem Standardwochenende ihre Zufriedenheit mit der Partnerschaft höher als vorher.
Quelle: Bianca Eder (2017): Tango-Tanzen statt Therapie oder Tango-Tanzen in der Therapie? Eine kontrollierte Studie mit Paaren. Unveröffentlichte Masterthesis betreuet von Sabin C. Koch. SHR Hochschule Heidelberg: Fakultät für Therapiewissenschaften

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