Paartherapie & Gruppentherapie

kontemplation

Impulse für Paare und Einzelne - eine fortlaufende Gruppe ab September/Oktober 2017

„Eine Erfahrung, die ich in meiner Körperlichkeit mache, die hat ganz anderes Gewicht, [an den Partner gewandt:] auch in deiner Körperlichkeit. ... Das körperliche Ringen um Themen, um die es in der Beziehung auch geht: Raum haben, Impuls geben, warten, bis ein gemeinsamer Raum, ein dritter Raum entstanden ist. Damit beschäftigen wir uns in diesem Wechsel zwischen Gespräch und körperlicher Begegnung. Das finde ich ganz wesentlich an der Arbeit. Da kommt ein ganz anderes Gewicht und eine Wucht, ... da kann man nicht dran vorbei! Es ist, als hätten wir nur e i n Gespräch.“ (Teilnehmerin)



Riemann

Hingabe und Individuation, Beständigkeit und Veränderung. Diese vier nennt Fritz Riemann die „Forderungen des Lebens“. Dass sie in ihrer Antinomie auch Zumutungen sind erlebt man immer wieder und ist für Paare alltäglich.

In dieser Gruppe werden sie als tänzerische, kontemplative und reflexive Selbsterfahrung für Einzelne und Paare inszeniert, reflektiert und verändert. — Sich Freiräume nehmen und geben können als auch sich selbst, in seinen Aktivitäten und in der Intimität mit dem Partner, vergessen können, gehört zu den Beglückungen, Herausforderungen und Aufgaben des Lebens und speziell der Partnerschaft. — „Ich muss mal wieder zu mir kommen!“ ist ein bekannter Wunsch nach Autonomie.

Ein weiteres Spannungsfeld ist das zwischen Beständigkeit und Veränderung. Ohne Beständigkeit gibt es keine Partnerschaft. „Stand by me“ von Ben E. King und viele andere Popsongs ranken sich um den Wunsch nach Beständigkeit und Zuverlässigkeit. — Und ohne Veränderung und Erneuerung langweilen wir uns. „Ich brauch’ mehr Abwechslung!“ drückt den Wunsch nach Anregung aus, der, unerfüllt, die Suche nach anderem und anderen nach sich zieht.

Soltada150Sich den „Forderungen des Lebens“ zu stellen heißt, sich ständig neu an äußere Gegebenheiten und eigene Bedürfnisse anzupassen und die damit verbundenen Übergänge kreativ zu meistern. Im Tango werden ständig Übergänge inszeniert und Neuanpassungen vollzogen. Dadurch wird er gleichermaßen zu einem feinsinnigen Lehrer für kreative Anpassung. Mann und Frau können beim Tanzen leicht in Streit geraten — und auch zu einem tieferen Verständnis von Empfindlichkeiten, Wünschen und Möglichkeiten. Auch die über das Tanzen hinausgehenden Kompetenzen der Achtsamkeit und Präsenz, der klaren Impulse und vitalen Antworten tragen zum Außergewöhnlichen des Tango bei und machen ihn zu einem Lehrer für Partnerschafts- und Lebensthemen.

Das ganze Leben ist ein Prozess des Miteinander-In-Beziehung-Stehens. Erhöhe die Qualität dieses Prozesses und der Rest wird sich selbst ergeben.
Dies ist eines der Bonmots von Moshe Feldenkrais. Es ist schlicht, weise und entlässt den Leser aus dem Druck, „alles mögliche“ optimieren zu sollen. „In-Beziehung-Stehen“ lässt sich leicht mit den Mitteln des Tango argentino gestalten, erleben und untersuchen.

Struktur, Kosten, Beginn und Anmeldung

Die Gruppe ist als gelegentliche und regelmäßige Anregung und Unterstützung zur Beschäftigung mit dem Im-Beziehung-Stehen konzipiert und als Partnerschaftspflege gedacht. Sie findet einmal monatlich samstags um 16 Uhr statt.

Die Teilnehmenden melden sich für zehn Termine an.

Die Dauer der Arbeitseinheiten betragen — je nach Gruppengröße — zwischen zwei und drei Zeitstunden.

Die ersten beiden Arbeitseinheiten finden am 23. September und am 7. Oktober 2017 statt.

Kosten: € 45,00 pro Person und Arbeitseinheit.

Anmeldung bittehier.

 

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